Trainingslager auf Mallorca – ein Bericht von Clara Manegold

Dichter Nebel verdeckte die Sicht, als unsere Gruppe von 14 M√§dchen vom neu gegr√ľndeten Landesverband Baden-W√ľrttemberg mit den Trainern Kostas Georgiadis und Patrick Theijs in Palma de Mallorca aus dem Flieger stieg. Die kurze Beunruhigung √ľber das doch eher kalte Wetter legte sich schnell, als sich der Himmel pl√∂tzlich vor uns √∂ffnete und den Blick auf Berge und Palmen freigab. Auch die Temperatur stieg an, so dass wir schon die erste Tour von etwa 70km am Nachmittag mit Shorts fahren konnten.

Unser Hotel lag an der Nordk√ľste der Insel, in Can Picafort, direkt am Strand. Dadurch konnten wir unseren morgendlichen Fr√ľhsport am Strand machen, der aus einer Laufeinheit mit anschlie√üenden Dehn√ľbungen bestand. Gegen 9 Uhr genossen wir dann unser √ľppiges Fr√ľhst√ľck mit anschlie√üender Teambesprechung. Nach einem kurzen Radcheck brachen wir immer gegen Mittag zum Training auf der Insel auf, begleitet von den Trainern, teils auf dem Rad, teils mit dem Bus. Die Touren waren mit Intervallen am Berg und in der Ebene versetzt, sowie mit taktischen und technischen √úbungen wie dem √úbernehmen einer Flasche aus dem Auto, Lead-outs (Sprint f√ľr andere Fahrer anziehen) oder Motortraining (Intervalle im Windschatten eines Autos). Sogar ein wenig Bahntraining war dabei! Insgesamt kamen wir somit auf 600 gefahrene Kilometer.

Abends fanden Besprechungen und Seminare statt, in denen wir √ľber weitere Taktiken und Trainingsm√∂glichkeiten informiert wurden. Auch √ľber die ideale Technik beim Krafttraining wurde gesprochen.

Die schönste Tour fuhren wir am letzten Tag zum Cap Formentor, einer Landzunge mit Leuchtturm, die den nördlichsten Punkt der Insel markiert. Die Straße dorthin windet sich um mehrere felsige Berge und gibt den Blick auf verschiedene Landschaften, Strände mit Hotels und azurblaue Buchten frei.

Sp√§testens dieser Tag hat uns allen Lust auf mehr Mallorca gemacht, und die Abreise fiel uns ziemlich schwer – vor allem, nachdem wir den Wetterbericht aus Deutschland angeschaut hatten. Die Sonne und Temperaturen um die 20 Grad haben uns doch sehr verw√∂hnt, zusammen mit der Landschaft und dem Meer kamen schon fast Sommergef√ľhle auf. Da wir uns auch als Gruppe echt super verstanden haben und gut zusammenarbeiten k√∂nnen, freue ich mich darauf, mit einem Teil der M√§dchen in der demn√§chst beginnenden Saison die Bundesliga zu fahren – und auf jeden Fall auf eine Wiederholung des Trainingslagers im n√§chsten Jahr!